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24.1.2008 von Jürgen.
Jeder der elektronische Schaltungen aufbaut, benötigt Widerstände, Kondensatoren etc. mit bestimmten Werten. Oft findet man aber oft nur Angaben wie 4k7 oder 224J63. Diese, manchmal etwas kryptischen Angaben, sind aber nur optimierte Wertbezeichnungen für die einzelnen Bauteile.
Widerstände
Bei Widerständen findet man oft Angaben wie 22k, 4M7 oder ähnlich. Diese Werte sind selbstverständlich mit der Einheit Ohm zu ergänzen. Da man in Schaltbildern ein Komma sehr leicht übersehen kann, wird dieses durch die Größeneinheit ersetzt. Dabei sind:
k = Kilo = *1.000
M = Mega = *1.000.000
Findet man nun eine Angabe wie 22k, dann bedeutet dies, dass hier ein Widerstand von 22 kOhm benötigt wird, also 22.000 Ohm. Liest man z.B. einen Wert von 4M7 so ist ein 4,7 MOhm Widerstand gemeint oder auch 4.700.000 Ohm.
Die Toleranz des benötigten Widerstandes wird nicht explizit angegeben. Hier kann man handelsübliche 5 oder 10% verwenden. Wird eine bestimmte Toleranz benötigt, wird diese auch ausgezeichnet, welches oft in Messschaltungen vorkommt.
Ähnlich verhält es sich mit der Leistungsangabe. Wird diese weggelassen reicht die Standardleistung von ¼ Watt vollkommen aus. Bei besonderen Anforderung an die Leistung wird diese auch angegeben.
Wie im Lehrgang
Der Widerstand - Hindernis des Stromes dargestellt, werden die Werte der Widerstände mit Farbringen auf dem Bauteil aufgedruckt. Größere Widerstände haben den Wert auch in Klartext.
Kondensatoren
Bei Kondensatoren verhält es sich teilweise ähnlich wie bei den Widerständen. Nur das hier die Einheit Farad beträgt. Eine Angabe von z.B. 1n0 bedeutet, dass der Kondensator eine Größe von von 1,0 nF haben sollte.
Es gibt aber auch Angaben wie 472J63. Dies sieht im ersten Moment nur kompliziert aus. Die ersten drei Ziffern geben die Kapazität an, wobei die ersten beiden Stellen den Wert darstellen und die dritte Stelle die Zehnerpotenz. Als Basis ist hier immer pF zu nehmen. 472 bedeutet also eine Kapazität von 47*102 = 4700 pF oder 4,7 nF.
Der darauf folgende Buchstabe gibt die Toleranzklasse des Kondensators an. J bedeutet eine Toleranz von ±5%. Die einzelnen Toleranzklassen sind in einer Tabelle im
Tabellenbereich dargestellt.
Die Zahl am Schluss gibt dann nur noch die Spannung an, die der Kondensator aushalten kann. In unserem Beispiel wären dies 63 V.
In Schaltplänen werden oft die Angaben für die Toleranz und der Spannung weggelassen. Hier nimmt man dann die handelsüblichen 5, 10 oder auch 20%, je nach Kondensatortyp. Als Spannung wird dann die vorhandene Betriebsspannung als Basis verwendet.
Dioden
Bei Dioden steht meist der Typ am Schaltsymbol dran. Aber hin und wieder fehlt diese Angabe oder es steht dort nur DUS als Bezeichnung. Bei so einem Fall kann nahezu jeder Standard-Typ eingesetzt werden, da die Strombelastbarkeit und die Schaltgeschwindigkeit nahezu keine Rolle spielen.
Transistoren
Auch bei Transistoren ist es oft relativ unwichtig welcher Typ hier verwendet wird. In so einem Fall wird hier auch keine Bezeichnung hingeschrieben oder man findet als Bezeichnung nur TUN oder TUP. TUN bedeutet hier ‘Transistor universal NPN’. Komplementär dazu heißt dann TUP ‘Transistor universal PNP’.
Für einen TUN kommen eine ganze Reihe von Transistoren in Frage. Wie z.B. den BC546-BC550, BC236-BC239, BC106-BC108 usw…
Als TUP kann man in diesem Fall die Komplementärtypen des TUN einsetzen.
Wird ein Typ angegeben kann dort so etwas stehen wie C548. Dies heißt dann BC548. Das ‘B’ muss man sich einfach nur dazu denken. Ebenso kann so etwas zu lesen sein wie 2222. Damit ist dann der 2N2222 gemeint.
ICs
Bei integrierten Schaltkreisen ist es fast immer notwendig, dass hier eine Bezeichnung zu finden ist. Aber auch hier gibt es einige Besonderheiten. Soll ein Standard-IC verwendet werden, lässt man oft die Buchstabenfolge weg. Für den NE555 findet man dann nur eine Bezeichnung wie 555. Der µA741 wird dann nur 741 genannt, usw.
Ähnliches gilt für Logik-ICs. Soll z.B. das TTL-IC SN7400 eingesetzt werden findet man in vielen Plänen einfach nur 00 als Angabe. SN74 muss man sich dann dazu denken.
Aus: http://www.dieelektronikerseite.de/Index.htm
Thomas Krüger
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24.1.2008 von Jürgen.
Wer Schaltungen aufbaut und in Betrieb nimmt, wird leider nicht immer gleich einen Erfolg haben. Manche Fehler sind offensichtlich, andere können erst durch Messen ermittelt werden. Dazu nimmt man meist so genannte Multimeter die es in diversen Versionen gibt (Siehe Abbildung). Man unterscheidet Grundsätzlich 2 Versionen von Multimetern. Digitale und analoge Messgeräte. Beide Arten haben Vor- bzw. auch Nachteile.

Digitale und analoge Multimeter
Analoge Multimeter
Diese Multimeterart arbeitet mit einem Zeiger und einer Skala. Dieser schlägt, je nach Höhe des Messwertes, entsprechend aus. Den Wert kann man auf der Skala ablesen. Diese Geräte sind aber erst im hinteren Skalenbereich ziemlich genau. Je weniger der Zeiger ausschlägt, desto ungenauer ist der Wert, den man ermittelt. Außerdem kommt es leicht zu Ablesefehlern. Um Ablesefehler zu vermeiden sollte man grundsätzlich senkrecht im 90°-Winkel auf die Skala sehen. Man kann bei dieser Multimeterart aber sehr gut Tendenzen verfolgen. Da dieses an dem Zeigerausschlag gut zu erkennen ist. Es gibt auch Geräte mit Tendenzanzeige die anzeigen, ob der Wert gerade steigt oder sinkt.
Digitale Multimeter
Digitale Multimeter besitzen eine Ziffernanzeige und stellen den Messwert in Klartext dar. Dies hat den Vorteil dass man recht schnell den Wert ermitteln kann. Der zu messende Wert sollte aber bei diesen Multimetern einigermaßen stabil sein. Ansonsten ist ein Ablesen des Wertes, nahezu unmöglich. Einige digitale Multimeter haben auch einen Barographen, das heißt eine Zeile die den Zeiger eines Analogen Messgerätes nachbildet. Moderne Multimeter haben aber schon Eigenschaften, die fast keine Wünsche mehr offen lassen. Vergleichsmesswerte, Leistungsmessung, Differenzmessungen um nur Einige zu nennen.
Welche der beiden Messgerätearten man bevorzugt, hängt teilweise auch vom persönlichen Geschmack ab. Anzumerken ist, dass sich die digitalen Geräte sehr stark durchgesetzt haben und einfache Geräte schon für ein paar € zu bekommen sind, die für die meisten Anwendungen schon ausreichen. Oft ist auch ebay sehr hilfreich.
Um einen Wert zu messen, muss man natürlich wissen, wie das Gerät zu handhaben ist. Die Vorgehensweise ist bei beiden Typen gleich. Es gibt ein paar Grundregeln um das zu messende Objekt sowie auch das Gerät schützen. Als erstes sollte man natürlich wissen, was man genau messen möchte. Dann stellt man das Gerät auf den höchsten Messbereich ein. Beispiel: Man hat eine unbekannte Gleichspannung, dann wird der höchste Gleichspannungsbereich gewählt. Nach Abschluss einer Messung das Messgerät auf die Position ‘Aus’ schalten oder, wenn dies nicht möglich ist, auf den höchsten Wechselspannungsbereich.
Bei Messungen an Netzspannung ist auf höchste Sorgfalt zu achten. Ein versehentliches Berühren des zu messenden Objektes kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.
Messen von Spannungen
Messen von Strömen
Widerstandsmessung
| Widerstandsmessungen sind recht einfach. Der zu messende Widerstand wird an die beiden Messleitungen angeschlossen. Es ist aber auf jeden Fall darauf zu achten, das in diesem Messbereich, keine Spannung am Messgerät angelegt werden darf. Dieses hätte unter Umständen, die Zerstörung des Multimeters zur Folge.
Viele Multimeter haben neben diesen 3 Standardmessarten noch einige andere. Z.B. Durchgangsprüfung, Transistortest, Kapazitätsmessung usw. Es gibt auch noch Bereiche, wo ein normales Multimeter nicht mehr ausreicht. Dann greift man auf andere Messgeräte zurück. Oszilloskop, Frequenzzähler, Kennlinienschreiber um nur einige zu nennen. Das Interessanteste Gerät dürfte wohl noch das Oszilloskop sein. Dieses wird in einem anderen Kurs näher beschrieben. |
Aus: http://www.dieelektronikerseite.de/Index.htm
Thomas Krüger
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